Hörgeräte-Akustiker zocken Kassenpatienten ab? – Frontal21

Kassenpatienten Zahlen zu hohe Preise für Hörgeräte?

Extra teures Hörgerät statt “Kassengurke”

Das ZDF-Magazin Frontal21 berichtet wieder mal über skandalöse Machenschaften in unserem Gesundheitssystem. Laut den Recherchen von Frontal21 sollen diesmal hörgeschädigte Kassenpatienten beim Erwerb eines Hörgerätes geradezu über den Tisch gezogen werden. Die Übeltäter seien Hörgeräte-Akustiker, die den Hörgeschädigten besonders teure Modelle von Hörgeräten verkaufen wollen. Anstatt den Kassenpatienten die entsprechend preiswerten Kassengeräte anzubieten, deren Kosten im übrigen bis zu 100 % bereits von der Krankenkasse übernommen werden, sollen die gesetzlich Versicherten zum Kauf der viel teureren und vermeintlich besseren Hörgeräte verleitet werden.

Laut Frontal21 greifen die Hörgeräte-Akustiker aus Profitgier dabei zu windigen Tricks. Zum Beispiel werden den Hörgeschädigten extra alte Kassengeräte präsentiert – umgangssprachlich auch als Kassengurke bezeichnet – die zudem absichtlich schlecht eingestellt sind. Auch vor der Aussage, dass die Krankenkassen-Hörgeräte lediglich für sozial schwache Kassenpatienten vorgesehen seien, schienen einige Hörgeräte-Akustiker nicht zurück zu schrecken. Der Spitzenverband der Krankenkassen nimmt gegenüber Frontal21 schriftlich Stellung und hält solche vermeintlichen Machenschaften von Hörgeräteakustikern für skandalös.

Kommentare & Meinungen

  1. |

    Mir wurden neue Hörgeräte Otikon Agil Pro BtE zum Preis von ja 2700,00 angeboten, von je zwei Hörakustikern. Inzwischen habe ich ein Hörtraining der Terzo Zentrums absolviert, das die Hörfähikeit wieder verbessern soll.Das Hörtraining hat mir etwas gebracht. Jetzt muss ich mich für ein neues Hörgerät entscheiden.Das Otikon oder ähnlich teure Geräte sollen den gesamten Frequenzbereich des Hörens abdecken. Meine bisherigen Geräte haben nur einen begrenzten Frequenzbereich, haben aber vor fünf Jahe auch schon über 3000,00 Euro gekostet.
    Mich würde interessieren welchen Preis ein Hörakustiker für das oben genannte Hörgerät bei Otikon bezahlen muss.

  2. |

    Es ist eine Frechheit alle Hörgeräteakustiker so über einen Kamm zu scheren. Mit Sicherheit gibt es diese schwarzen Schafe, wie in jeder Branche. Aber es gibt auch gewissenhafte Hörgeräteakustiker, welchen das Wohl ihrer Kunden an erster Stelle steht. Das sollte man mal nicht vergessen. Weil diese müssen sich für solche Berichte rechtfertigen und das ist ein Skandal!

  3. |

    Der Bericht von Frontal 21 war (typisch für die Sendung) reisserisch und besiert auf falschen oder schlicht mangelnden Kenntnissen. Es ist logisch, dass ein “Kassengerät” zu 100% von der Kasse bezahlt wird, sonst wäre es keines. Die Kassen haben aber die Leistung für Hörgeräte seit Jahren immer weiter reduziert, allen voran die AOK (sogar mit Zwang zu verdecktem Rabatt an die AOK). Die Technische Entwicklung schreitet voran – finanziert von den Hörgeräteherstellern. Produktionspreis 30 Dollar – möglich. Milliardengewinne? Der Geschäftsberich der Firma Widex, einer der größten Hersteller weltweit ist im Internet öffentlich einsehbar. Zahlen 2010: Bruttoumsatz 30Millionen Euro. UMSATZ! Wo sind da Milliardengewinne machbar, bei nur einer Hand voll Herstellerfirmen?

  4. |

    Das sind doch alles nur Halbwahrheiten! Man bezahlt da schließlich nicht nur das Material, sondern das dauert auch eine ganze Weile, bis so Hörgeräte fertig eingestellt sind, da muss man ja schon ganz schön oft hin zum Hörgeräteakustiker. Man darf auch unterschiedliche Hörgeräte ausprobiern und die sind dann auch unterschiedlich gut. Die Kassengeräte können auch viel weniger als die besseren, da muss man dann zum Beispiel die Lautstärke selbst verstellen und mit vielen Leuten in einem Raum geht das auch nicht. Die besseren Hörgeräte machen das dann alles automatisch, die können sogar Sprache, Lärm und Musik unterscheiden und sich dann jeweils richtig einstellen. Und außerdem bezahlt man da ja auch noch den ganzen Service hinterher mit, wenn die mal saubergemacht werden müssen oder wenn man mal einen neuen Hörtest machen will. Wer sowas einfach so glaubt, der sollte sich lieber mal die Krankenkassen angucken, die sollten lieber mehr bezahlen. Bei Zahnersatz ist das schließlich auch so, das Material kostet auch nicht so viel wie der Zahnersatz, da bezahlt man ja auch jede Menge mit.

  5. |

    Wir sind Hörgeräte-Akustiker in Bremen und maßlos enttäuscht von einem derartig bösen Beitrag, weil er überhaupt nicht die Wirklichkeit widerspiegelte. Seit es Festbeträge für Hörgeräte gibt, liefern wir jedes vierte Hörgerät ohne jeden Eigenanteil aus, egal ob maßgefertigte Im-Ohr-Geräte oder Hinter-dem-Ohr-Geräte. Natürlich gibt es eine breite Palette von Geräten, die mehr können, aber eine wirtschaftliche Grenze mußte von den Krankenkassen wohl aus Kostengründen gesetzt werden. Gerade die hohe Leistungsfähigkeit der neuesten Geräte wird fälschlicherweise oft mit hohen Kosten verbunden. Das Gegenteil ist richtig: Die Techniken, die gestern noch viel Zuzahlung gekostet haben, sind heute zuzahlungsfrei. Es werden nur immer wieder neue und bessere Geräte entwickelt, die dann auch erst mal teuer sind. Das ist eine ganz normale technische und marktwirtschaftliche Entwicklung. Dadurch wurden die enormen Fortschritte der letzten Jahre ermöglicht.

  6. |

    Ich bin Hörgeräteakustiker im Land Brandenburg und über die Berichterstattung des ZDF (schließlich öffentlich rechtlich) wahnsinnig enttäuscht.
    Es stimmt dass ein Akustiker weniger für ein Gerät bezahlen muss als der Kunde (das ist in jeder Branche so); auf den Preis wird dann die (wie oben schon von einigen erwähnt) noch die getane Arbeit (auch bei Kassengeräten um die 3 Stunden) und der Service für die nächsten _Jahre_ draufgerechnet. Auch der Hersteller hat noch wewitere Kosten als nur die genannten Produktionskosten, die Entwicklungskosten eines der ersten digitalen Geräte aus den 90er betrug 25 Mio DM – heute sind die Kosten noch höher. Hätten wir diese Entwicklung und die Kosten nicht, würde die Branche immer noch Taschengeräte verkaufen!!!!
    Auch die Unterstellen Akustiker (hier wurden von ZDF keine Ausnahme gemacht!) würden Kassengeräte absichtlich falsch einstellen um die Kunden zur Zuzahlung zu zwingen geht unter die Gürtellinie. Es ist doch hoffentlich klar dass man Kassengeräte, die nun mal die einfachsten auf dem deutschen Markt sind, nicht so leistungsfähig sind wie andere, hochwertige – wäre schlimmwenn das nicht zu hören wäre; hier werden Dacia und Maybach verglichen – mit beiden kommt man von A nach B; die Frage ist nur wie. Die Verkaufszahlen stimmen für unsere Region auch nicht; hier ist das 5-7fache der 5% an Kassengeräten jedes Jahr zu verzeichnen. Das sind nur zwei Aspekte die mich an der unzureichenden Darstellung des ZDF stören.

  7. |

    Ich war sehr enttäuscht von dem Bericht.
    Als Selbstständiger Hörgeräteakustiker möchte ich nun ein kleines Rechenbeispiel darlegen.

    Eine schnelle Hörgeräteanpassung erfordert ca. 5 Stunden Arbeit.
    Eine normale 10 Stunden, eine längere bis zu 15 Stunden.
    Für die 6 Jahre Nachsorge lege ich jetzt einfach eine Arbeitsstunde zu Grunde.
    Also insgesamt zwischen 6 und 16 Stunden.
    Nun lege ich als Handwerksmeister einen Stundenlohn von 40?- Euro zu Grunde kommen wir im Schnitt auf reine Arbeitskosten von 640,- Euro bei einer normalen Anpassung.
    Die Krankenkasse bezahlt aber nur 360,- Euro + 160 Euro für die Nachsorge= 520,- Euro, also bleiben 120 Euro auf der Strecke.

    Das das Hörgerät einen Einkaufspreis hat, ist da noch nicht einmal mit einberechnet.

    Ich distanziere mich von den Anschuldigungen die in der Sendung gemacht wurden. Kurz nach der Eröffnung meines Ladenlokals wurden Forderungen von Ohrenärzten gestellt, die Privatisierungen von mir bezahlt haben wollten, damit ich auch Rezepte erhalte. Als ich ablehnte wurde mir gesagt “Dann werden Sie aber einen schweren Stand haben.”

    Dass nun plötzlich ich das schwarze Schaf sein soll, macht mich einfach traurig.

  8. |

    Nachtrag: Die Nachversorgung für 6 Jahre sind nicht eine Stunde für 6 Jahre, sondern je Jahr. Danke.

  9. |

    mir kommen fast die Tränen, wenn ich die Beiträge von “Betroffenen” des gen. Beitrages lese.
    Bei allem Verständnis für den Aufwand der “HG” -Akustiker, der über den reinen Materialwert hinaus besteht, bleibt dennoch auf den Boden der Tatsachen. Einem Bekannten in der Schweiz hat man fast 3600,- Euro für sein “Phonak” – Hörgerät abgeknöpft. Und das etwa vor 2 Jahren. Habe daraufhin dann über das Internet herausgefunden, dass die Herstellungskosten im “Hochlohnland Schweiz” für eben dieses Gerät weniger als 100 Schweizer Franken betragen. (lt.Wechselkurs ca. 80,- Euro) Und ich weiß, dass selbst bei den GKV – Geräten, also ohne Zuzahlung des Patienten, auch ganz ordentlich verdient wird. Bei den eingeschränkten “kartellartigen” Möglichkeiten in England kostet z.B. ein bestimmtes “Phonak – Gerät” ca. 450,- Schweizer Franken und in der Schweiz das gleiche Gerät ca. 4100,-. Und bekanntlich liegt Deutschland nicht nur geografisch und diesbezüglich sehr nahe an der Schweiz. Nochmal, bei allem Verständnis für die nicht unwesentlichen zusätzlichen und berechtigten Dienstleistungs- kosten, bei solchen Gewinnmargen würden jedwede Mittelständer oder Dienstleister, ob Handwerker, Händler etc. mehr als feuchte Hände bekommen. Im freien Wettbewerb und ohne Krankenversicherungen wären da auch Preise wie in England garantiert denkbar. Wenn jedoch letztendlich immer wieder die Versicherten die Zeche durch stetig steigende Beiträge finanzieren, dann sehr geehrte “HG-Akustiker” hofft, dass es noch lange so bleiben möge…

  10. |

    Hallo zusammen,
    ich sehe das ganz genau so. Der Bericht war völlig überzogen und einseitig. Das größte schwarze Schaf ist doch Herr ……….. selber und höchstwahrscheinlich Initiator dieses Berichtes, der sich auch noch “nur” als Hörgeräteakustiker untertiteln lässt. Ich denke, viele wissen, wer hinter diesem Unternehmer steckt. Was soll noch alles passieren, bis in Deutschland und in der EU endlich diese unseriösen Geschäftemachereien im medizinischen Bereich (Korruption unter Medizinern/Apotheken/Kliniken) und Medizinhandwerk (z.B. der in der Sendung der so als gut beschriebene verkürzte Versorgungsweg, AGs mit gewinnbeteiligten HNO Ärzten) unterbunden werden. Es kann nicht sein, dass das auf Kosten und vielleicht manchmal Leben der Patienten geht. Genau deswegen versucht ja die BIHA (Akustikerinnung) seit Jahren gegen korrupte Systeme und unseriöse Hörgeräteversorgungen anzugehen, und wurde von der Ärztekammer schon öfters aus diesen Gründen angegriffen. Dies hat doch nichts mit Preistreiberei und Abzocke zu tun, sondern mit der gesicherten Versorgungsqualität der hörgeschädigten Menschen und natürlich auch Sicherung des Berufsstandes…

    Dieser Bericht zeigte leider mit Absicht ein völlig falsches Bild der ganzen Thematik, täuschte die Endverbraucher auf eine raffinierte Art und Weise und wirkte auf mich wie eine Art Racheaktion gegen die letzten Urteile, die auf ein langfristiges Verbot des verkürzten Versorgungsweg hindeuteten. Jetzt wird es versucht über die öffentliche Medien mit Gewalt gutzureden. Ich hoffe die meisten erkennen die wahren Hintergründe. Die Ärzte stehen natürlich unter Druck und haben es leider sehr viel schwerer als früher, ganz klar. Aber gewinnbeteiligend Hörgeräte, verdeckt oder in der Praxis direkt als Zusatzverdienst abzugeben, kann nicht im Sinne des Patienten und der Krankenkassen liegen. Über diese Nachteile wurde natürlich nichts berichtet, sondern eher nur Werbung gemacht.

    Und im Übrigen zum Thema Preise: die Hörgeräte beim normalen Hörgeräteakustiker werden jedes Jahr günstiger. Durch die Weiterentwicklung sinken die Preise und werden auch an den Kunden weitergegeben. Schliesslich hat man etwa vor 3 Jahren ein volldigitales Mini-Gerät mit Störlärmerkennung, Richtmikrofon, Rückkopplungsautomatk und Mehrprogrammtechnik nicht für unter € 250,- Zuzahlung bekommen. Ein Hightech Gerät der neuesten Generation ist immer relativ hochpreisig und hat auch mit Sicherheit einen sehr hohen Einkaufspreis beim Hersteller. Aber auch hier ist der Verkaufspreis nicht teurer als zu DM Zeiten geworden, sondern nur besser !

    In diesem Sinne, Kurt

  11. |

    Ich habe den Bericht bei Frontal 21 nicht gesehen. Habe aber mal ein paar Fragen:

    Warum werden z. B. in den Schaufenstern nicht verschiedene Hörgeräte aller Preisklassen (so auch Kassengeräte) mit ihren Vor- und Nachteilen offen dargestellt?
    Die Grundvoraussetzung, dass man wieder besser hören bzw. verstehen kann, sollte doch ersteinmal jedes HG erfüllen. Ob ich dann noch Extras möchte, wie z.B. Aussehen, Fernbedienung etc. ist etwas ganz anderes und rechtfertigt dann auch einen höheren Preis. Aber man kann doch nicht sagen, dass man ein teures Gerät schon allein für die Grundversorgung braucht – oder? Hörbehinderte Menschen haben doch ein Recht an Teilhabe, d.h. ein HG soll ihnen erlauben wieder am Leben, also an Gesprächen mit ihren Mitmenschen teilzunehmen. Wenn ich nicht mehr und nicht weniger haben will, dass muss es doch auch mit einem Kassengerät möglich sein? Dies ist ja auch mit einer einfachen Brille (egal wie sie optisch aussieht) möglich und auch mit einem einfachen Fahrrad ist es möglich zu fahren oder mit einem einfachen Auto von A nach B zu kommen. Ich will also nur wieder in einem Gespräch meine Mitmenschen verstehen können. Dies sollte doch dann mit einem normalen Kassengerät möglich sein – oder sehe ich das falsch?

  12. |

    @ Monika May: Wenn du allerdings nur ein halbes Bein oder ein nicht mehr funktionierendes Fußgelenk hast, dann kannst du nicht mehr mit einem “einfachen” Fahrrad von A nach B kommen. Hörschaden ist nicht gleich Hörschaden. Man muss dort sehr genau differenzieren: Wenn man einen globalen Hörverlust hat, also im jeden Frequenzbereich leiser hört, dann ist es mit einem Kassengerät möglich diesen Schaden zu beheben. Wenn aber im Hochfrequenz-Bereich ein Hörschaden vorliegt, dann ist es nicht möglich einfach alles lauter zu drehen.

  13. |

    Den Frontal 21 Beitrag habe ich nicht gesehen. Vor einer Woche verschrieb mir mein HNO-Arzt ein Hörgerät für meine einseitige, seit 20 Jahren bestehende Tieftonschwerhörigkeit. Weil das für mich sehr überraschend kam, konnte ich auf den Einwand meines HNO-Arztes, der mich auf den Frontal 21 Beitrag aufmerksam machte, zuerst gar nicht reagieren, zumal er mir riet, die Krankenkasse zu wechseln, falls sie nicht die Anpassung beim HNO-Arzt bezahlt. Jetzt fing ich an, den Beitrag im Internet zu recherchieren und bin geneigt, den Hörgeräteakkustikern zu glauben, denn es kann ja nicht nur schwarze Schafe geben. Das Beispiel von Frau May hinkt meiner Meinung nach sehr. Ich kann es am Beispiel “Brille” klarmachen. Natürlich kann ich mit einer einfachen Brille meine starke Kurzsichtigkeit ausgleichen. Aber ich muss natürlich mehr bezahlen, weil ich Extras möchte, die ich selber bezahlen muss, wie Gläser, die die Nachtblindheit etwas reduzieren usw.

  14. |

    Der Frontal21 Beitrag hat schon berechtigte Ansätze. Mir wurde mehrmals vor 15 Jahren und auch vor 2 Jahren ein Akustiker, der auch räumlich mit dem HNO Arzt verbunden ist dringend empfohlen. Dabei wurde sogar ein sehr gutes vorhandenes Gerät schlecht gemacht, um ein neues verkaufen zu wollen. Ein anderer Akustiker bestätigte mir ein Jahr danach noch die sehr gute Versorgung durch mein vorhandenes Gerät und stellte es mir kostenlos auf meine Bedürfnisse neu ein. Es gibt also nicht nur schwarze Schafe, aber doch so einige! Außerdem bekommt man zum Beispiel zur Zeit ein Nova2 mini mit offener Versorgung bei einem Akustiker als Kassenversorgung und beim anderen mit über 200 EUR Zuzahlung!

  15. |

    Der Beitrag ist wie mein eigener Film gewesen. War sogar bei 5 verschiedenen Akustikern und jedesmal das gleiche, genau wie in dem Bericht. Es ist eben so. Mir wurden immer High End Geräte versucht aufzuschwatzen, obwohl fuer den Hörverlust auch ein einfaches gereicht hätte. Man sollte auch beachten, dass ein Einsteiger mit einem High End Gerät am Anfang gar nicht zurecht kommt und der Akustiker ist bestimmt auch überfordert. Klar gibt es nicht nur schwarze Schafe, das sehe ich auch so, nur aber leider sehr viele…..

  16. |

    Hallo zusammen,

    ich arbeite seit ein paar Jahren als Hörgeräteakustiker und finde diesen Bericht ein Skandal. Aus dem Grund, da ALLE Akustiker in eine Schublade gemacht wurden. Es ist sehr bedauerlich, dass es diese schwarzen Schafe gibt. Aber daran können wir leider nichts ändern. Seit diesem Bericht ist ZDF für mich ein “Skandal-Sender” und werde diesen nie wieder einschalten. Das wohl des Kunden sollte nicht sondern muss an erster Stelle stehen. Denn nur so ist es möglich den Kunden optimal zu versorgen und das Gerät auf seine Bedürfnisse rauszusuchen und einzustellen. Leider mussten auch wir uns dem Bericht den Kunden stellen und Kunden beruhigen. Dank dem ZDF!

  17. |

    Seit vier Jahren trage ich meine Zweitgeräte der Firma Phonak, die nun beim letzten Hörtest von einer Meisterin als veraltet erkannt wurden. Ich hatte über 5000 Euro bezahlt! Beim damaligen Engagement an einem Theater hatte ich als Sängerin einen Chor rhythmisch und in bezug auf Intonation zu führen. Leider erkannte ich undeutliche Signale durch SAVIA Art 211 dSZ besonders im Tieftonbereich. Die digitale Technik erwies sich als unzuverlässig bis heute beim Musizieren. Bei meiner Suche nach Hilfe begegneten mir wechselnde “Springer”-Fachkräfte oder Meisterinnen. Von einem Musiktest für Musiker mit Hörgeräten hatte bis heute nie jemand etwas gehört. Ich sprach den Bereich Audiologie an, man überhörte meine Nachfrage…,auf Bitten bei Phonak um einen kompetenten Hinweis gelangte ich mit meiner Recherche in einen Kreislauf des Angebotes neuester Geräte!

  18. |

    Hallo zusammen, nach dem Lesen aller Beiträge bin ich nun noch unsicherer, wie ich mich bei der Erstwahl zweier Geräte für meinen Hörschaden im Hochtonbereich verhalten soll. Grundsätzlich kann man doch in unserer Gesellschaft davon ausgehen, auch alle gesundheitlichen Leistungen zu prüfen und zu hinterfragen (siehe auch die veröffentlichten Skandale mit Transplantationen), wobei ich zunächst erst einmal positiv an die Sache herangehen und meinen Hörgeräteakustiker (Hörmeister) nicht mit über den Kamm scheren möchte. Da es ja immer zu einem Probetragen kommt, habe ich doch dann die Möglichkeit, weitere Anbieter zu konsultieren. So, jetzt sagt Alfredo, dass die evtl. auch nicht anders sind. Was tun, sprach Zeuss, habe beim Schreiben meines Beitrages eine E-mail von der Verbraucherzentrale bekommen, in welcher auf einen Test (6/2012 test) von mehreren Anbietern eingegangen wird. Vielleicht ist hier der Beste auch wirklich der Beste. Dazu ein anderes Mal mehr.

  19. |

    Hallo Alfredo, woran haben Sie gemerkt, dass für Ihren Hörverlust auch ein einfaches Hörgerät gereicht hätte? Und haben Sie einen Akustiker gefunden, der Ihnen ein Kassengerät verkauft hat? Vielen Dank für die Auskunft!
    Viele Grüße

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