EHEC-Krise überstanden – Ursache und Vorbeugung unklar!

EHEC-Bakterien bei Rindern, Schafen verringern

Zu viele EHEC-Bakterien bei Rindern und Schafen?

Den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge scheint die EHEC-Krise überstanden zu sein, das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet stark rückläufige Infektionszahlen. Sowohl die Anzahl der Neuinfektionen mit EHEC als auch die damit verbundenen problematischen HUS-Fälle haben in den letzten Tagen stark abgenommen, heißt es. So erfreulich diese Meldungen auch sind, ein ungutes Gefühl bleibt bestehen. Denn die eigentliche Ursache bzw. Quelle der massiven EHEC-Infektionen der letzten Wochen und Monate ist immer noch nicht gefunden. Zwar gibt es neuere Hinweise auf EHEC-belastete Keimlinge (Sprossensamen) von Bockshornklee aus Ägypten, die Untersuchungen der verantwortlichen Behörden dauern aber noch an.

Vorbeugung: EHEC-Belastung bei Wiederkäuern verringern

Während die detektivische Suche der Gesundheitsbehörden nach dem Auslöser der EHEC-Krise weitergeht, halten Wissenschaftler die Verringerung der in Wiederkäuern (Rinder, Schafe) naturgemäß vorkommenden EHEC-Bakterien für eine sinnvolle Maßnahme. Professor Lothar Wieler, Leiter des Arbeitsgebietes Infektionsmedizin der deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft, sieht in einer entsprechenden Reduzierung der für den Menschen gefährlichen Kolibakterien laut Hamburger Abendblatt eine “Vorbeugemaßnahme für die Humangesundheit”. Generell scheint eine effektive Vorbeugung, abgesehen von grundlegenden hygienischen Maßnahmen, gegen erneute EHEC-Ausbrüche aufgrund der unsicheren Faktenlage zum jetzigen Zeitpunkt allerdings schwierig zu sein.

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