Private Krankenversicherung: Tarife werden teurer!

private Krankenversicherung (PKV) 2012 teurer

Höhere PKV-Tarife 2012?

Höhere Gesundheitskosten sorgen seit Jahren für steigende Krankenversicherungsbeiträge und der medizinische Fortschritt bringt immer bessere Behandlungsmethoden hervor, die jedoch einen höheren technischen Einsatz und damit mehr Kosten erfordern. Zudem steigt die Lebenserwartung in Deutschland stetig an, was zwar erfreulich ist, jedoch ebenfalls zu höheren Ausgaben im Gesundheitssystem führt.

Gründe für die Beitragsanpassungen

Dies gilt auch für die private Krankenversicherung. So wird die Anpassung der Gebührenordnung für Zahnärzte im Jahr 2012 voraussichtlich zu einer Erhöhung der Beiträge bei vielen privaten Krankenversicherungstarifen führen. Hinzu kommt, dass 2012 die Versicherungspflichtgrenze für Arbeitnehmer erneut angehoben wird. Sie steigt von derzeit 49.500 Euro brutto jährlich auf 50.850 Euro. Dies bedeutet, dass einige privat versicherte Arbeitnehmer unter die Versicherungspflichtgrenze fallen werden. Auch für bisher gesetzlich Versicherte wird der Wechsel in die private Krankenversicherung weiter erschwert. Dadurch drohen den privaten Krankenversicherern geringere Einnahmen, was wiederum zu steigenden Krankenversicherungsbeiträgen führen kann.

Was ändert sich?

Bereits jetzt haben einige Krankenversicherer Beitragserhöhungen angekündigt. Während bei einigen Versicherungsunternehmen nur wenige Tarife betroffen sind (Allianz: 16 Prozent der Tarife, DKV: 20 Prozent der Tarife), werden bei anderen der Großteil der Tarife angepasst (Central Krankenversicherung: 70 Prozent, Gothaer: 63 Prozent). Die Prämien werden um bis zu 40 Prozent ansteigen.  Weitere Informationen zur Beitragserhöhungen finden Sie auch auf dem PKV Fachportal krankenversicherung.net.

Für viele privat Versicherte ergibt sich dabei die Frage, ob ein Wechsel zu einem anderen Anbieter nicht lohnend ist.  Dies empfiehlt sich aber eher selten, da sich durch das erhöhte Einstiegsalter höhere Beiträge ergeben und auch durch zwischenzeitlich entstandene Krankheiten höhere Risikozuschläge erhoben werden können. Allerdings ist es zum Teil möglich in einen günstigeren Tarif beim gleichen Versicherer zu wechseln. Ihre Altersrückstellungen werden dabei übernommen und es wird kein neuer Gesundheitscheck erforderlich.

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