Legionellen und Pseudomonaden: Gefährliche Keime im Trinkwasser!

Nach wie vor bedrohen gefährliche Keime wie Legionellen (Gattung: Legionella) oder Pseudomonaden (Gattung: Pseudomonas) im Trinkwasser unsere Gesundheit, wie eine Untersuchung von Trinkwasserproben jüngst ergab. Legionellen vermehren sich gut im warmen Leitungswasser und gelangen vor allem über Wasserdampf in die Atemwege. Entzündungen, grippaler Infekt und sogar schwere Lungenentzündung können die Folge einer Legionelleninfektion (Legionellose) sein. Pseudomonaden dagegen bevorzugen kaltes Trinkwasser und gelangen über die Schleimhäute in den menschlichen Organismus, wo sie ebenfalls Erkrankungen wie Lungenentzündung, Blasenentzündung bis hin zum Wundbrand auslösen können. Gesundheitsexperten weisen jedoch darauf hin, dass weniger die gesunden Menschen durch die vorliegende Keimbelastung im Trinkwasser gefährdet sind. Vor allem aber für ältere Menschen, Kranke und Kleinkinder stelle eine mögliche Infektion mit Legionellen oder Pseudomonaden ein potentielles Gesundheitsrisiko dar. Daher sei es besonders wichtig, die Keimbelastung sowohl in den öffentlichen als auch in den privaten Wasserleitungen noch effektiver als bisher zu bekämpfen und entsprechende Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung festzulegen.

Kommentare & Meinungen

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    Die Keimbelastung, die die Wasserproben ermittelt haben, betrifft in erster Linie alte, öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Altersheime etc. Gründe dafür sind, dass die Gebäude meist so alt sind, dass kein Mensch mehr die Wege der Rohre nachvollziehen kann und durch Umbauten etc. viele Leitungen (teilweise meterlang) stillgelegt worden sind. Dadurch entsteht das gefährliche und keimverseuchte Stagnationswasser.
    Hier sollten die verantwortlichen Bezirke, Kommunen etc. auch unverzüglich zum Handeln gezwungen werden.
    Das Problem betrifft jedoch nicht unser tägliches, privates Leitungswasser. Was den privaten Bereich angeht, ist die Trinkwasserverordnung so penibel, dass es ohne weiteres getrunken werden kann. Aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht, sollte man das Trinkwasser aus der Leitung sogar dem teueren PET-Flaschen-Wasser vorziehen.

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