Die ausgeprägte Heilkraft von Mariendistelfrüchten bei Lebererkrankungen

Heilpflanze Mariendistel unterstützt die Leber

Die Heilpflanze Mariendistel, Carduus Marianus, wird in der Naturheilkunde traditionell bei Erkrankungen der Leber mit Erfolg eingesetzt. Bestimmte Extrakte aus Mariendistel haben auch Eingang in die schulmedizinische Behandlung, beispielsweise bei Pilzvergiftungen, gefunden. Um die volle Heilwirkung auf die Leber auszuschöpfen, sollte nach Expertenmeinung jedoch stets der gesamte Pflanzenextrakt und nicht nur einzelne Auszüge eingesetzt werden. Durch etliche Studien konnte die Wirksamkeit von Mariendistel bei Leberschäden nachgewiesen werden. Auch bei Verdauungsbeschwerden kann der Einsatz von Extrakten aus Mariendistel sehr hilfreich sein. Überall in Südeuropa ist die Mariendistel Pflanze anzutreffen, auffallend sind die violetten großen Blüten sowie die grünen Blätter der Heilpflanze, welche eine typische weiße Marmorierung aufweisen.

Silymarin aus der Mariendistel schützt die Leberzellen vor schädlichen Einwirkungen

Die in der Mariendistel enthaltenen bioaktiven und pharmakologisch hochwirksamen Substanzen haben eine ausgewiesene Wirkung und Affinität auf die Leberzellen. Diese sogenannte hepatoprotective Wirkung auf Hepatozyten, die Funktionszellen der menschlichen Leber, ist insbesondere prophylaktisch zu sehen. Mariendistel bietet den Leberzellen also einen hoch potenten Schutz. Auch bei der Therapie von Vergiftungen kann Mariendistel die Leber dabei unterstützen, Giftstoffe besser auszuscheiden und wieder loszuwerden. Die pharmakologisch wirksamen Substanzen sind vor allem in den reifen Früchten der Mariendistel enthalten. Neben einer möglichen Teezubereitung aus den reifen, getrockneten Früchten sind Extrakte aus Mariendistel heute in einer Vielzahl von Fertigarzneimitteln enthalten.

Weitere Informationen: https://www.mariendistel.info

Akute und chronische Lebererkrankungen können mit Mariendistel therapiert werden

mariendistel

Aufgrund der nur geringen Rate an Neben- und Wechselwirkungen gilt der Einsatz von Mariendistel in der Phytotherapie zur Behandlung von Lebererkrankungen als sicher und unkompliziert. Hauptindikationen zur Anwendung von Mariendistel sind Leberzirrhose sowie Erkrankungen, welche die Leber durch Gifteinwirkung schädigen können, also sogenannte toxische Leberschäden. Unter den zahlreichen Inhaltsstoffen in der Mariendistel wurden insbesondere Silymarin, Silychristin und Silibinin als hochwirksam bei der Behandlung von Leberschäden identifiziert. Die Symptome wurden unter Gabe von hochdosiertem Silymarin entweder stark abgemildert oder sind ganz verschwunden. Typische Begleiterscheinungen bei Lebererkrankungen wie Leistungsknick oder Gelbfärbung der Skleren, Ikterus, haben sich unter einer Therapie mit Mariendistel ebenfalls gebessert. Dabei ist stets darauf zu achten, dass eine Lebertherapie mit Mariendistel ausreichend lange und in einer angemessen hohen Dosierung durchgeführt wird. Ist die Dosis zu schwach, so tritt die heilkräftige Wirkung entweder gar nicht oder nur verzögert ein.

Bei einer Pilzvergiftung kann Mariendistel das Leben retten

Neben Leberzirrhose und Vergiftungserkrankungen der Leber kann Mariendistel auch unterstützend bei Leberentzündungen, Hepatitis, sowie Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. Auf zellulärer Ebene sorgt das natürliche Silymarin der Mariendistel dafür, das Giftstoffe nicht über die Zellmembran bis hinein in die Leberzelle gelangen können. Außerdem konnte nachgewiesen werden, das sogenannte Flavonolignane, ebenfalls ein Bestandteil des Silymarins, freie Radikale abfangen und somit Regenerationsprozesse in der Leberzelle beschleunigen. Diese heilkräftigen Wirkungen wurden insbesondere im Zusammenhang mit Leberschäden durch Pilzgifte, Arzneimittel oder Umweltgifte nachgewiesen. Durch Stärkung der Entgiftungsfunktion der Leber mit Mariendistel werden viele Nahrungsmittel auch besser vertragen. Die Heilkraft von Mariendistel auf die menschliche Leber ist zunächst also ganz unabhängig von der Ursache. Sogar chronische Alkoholiker mit Leberzirrhose können ihre Lebenszeit durch die permanente Einnahme von Mariendistelfrüchten Extrakt verlängern. Bei der lebensgefährlichen Vergiftung durch Knollenblätterpilze führt eine rechtzeitige Therapie mit hoch dosierten Mariendistel Infusionen ebenfalls zu einer gesteigerten Überlebensrate.

Zur Therapie bei Lebererkrankungen wird Tee aus Mariendistel nicht empfohlen

Anwender von Mariendistel betonen immer wieder die verdauungsfördernde Wirkung. Es wird vermutet, dass bestimmte Wirkstoffe in der Heilpflanze den Gallenfluss anregen und so die Fettverdauung leichter machen. Als Therapie bei Lebererkrankungen,gleich welcher Ursache, sollte auf einen möglichst standardisierten Gehalt an Silymarin geachtet werden. Die Tagesdosis kann bis zu 450 mg Silymarin für einen Erwachsenen betragen. Wer einen Tee zur Behandlung von Lebererkrankungen aus Mariendistelfrüchten zubereitet, sollte wissen, dass dieser längst nicht die gleichen heilkräftigen Wirkungen besitzt, wie Fertigarzneimittel aus der Apotheke. Denn der Gehalt an Silymarin ist im Tee viel geringer, außerdem wird auch ein erheblicher Anteil von pharmakologisch wirksamen Substanzen durch das heiße Wasser zerstört. Der Tee aus Mariendistel hat einen eher faden Geschmack und sollte deshalb mit anderen Heilpflanzen wie beispielsweise Fenchel, Kamille, Salbei oder Pfefferminze aufgewertet werden.

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