Chronische Schmerzen: Nur selten fachgerecht behandelt!

Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen

Schlechte Diagnose und Therapie bei chronischen Schmerzen

Einer Umfrage zufolge leiden rund zwölf Millionen Deutsche unter chronischen Schmerzen, wovon lediglich ein Bruchteil eine angemessene Behandlung erhält. Dies liegt einerseits darin begründet, dass die Betroffenen oft erst einen Arzt aufsuchen, wenn die Krankheit bereits ein spätes Stadium erreicht hat, andererseits in der fehlenden spezifischen Fachkompetenz vieler Ärzte. Das repräsentative Umfrageergebnis der Initiative “Wege aus dem Schmerz”, durchgeführt unter 1.822 Patienten mit chronischen Schmerzen, spricht eine klare Sprache: Fast zwei Drittel derjenigen sind überhaupt in Behandlung, wobei diese in fast 70 Prozent der Fälle lediglich durch den Hausarzt erfolgt. Nur acht von 100 Patienten werden von professionellen Schmerztherapeuten betreut. Beschwerden im Kopf-, Nacken- und Rückenbereich zählen insgesamt zu den häufigsten Leiden.

Experten für chronische Schmerzen sind Mangelware

Die Initiatoren, darunter die Deutsche Schmerzliga, die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie und die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, sehen die Ursachen beim Patienten und der Ärzteschaft. Ihrer Ansicht nach reagieren viele Betroffene zu spät auf die Symptome des chronischen Schmerzes, wodurch wertvolle Behandlungszeit zur Eindämmung vergehe. Bezüglich der Ärzte hingegen identifizierten sie als Problem, dass aufgrund mangelnder Vergütung und unzureichender Schmerzkenntnisse keine angemessene Therapie erfolge. Auf ihrem im Oktober stattfindenden Schmerzkongress wollen sie verstärkt die notwendige Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen zum Thema machen.

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