Burn-Out: Nur Syndrom oder echte Krankheit?

Burn-Out: Syndrom oder Krankheit

Burn-Out: Syndrom oder Krankheit?

Die ARD-Sendung “Hart aber fair” hat sich in der aktuellen Ausgabe einem relativ neuen Massenphänomen unserer Gesellschaft gewidmet. “Burnout – Modekrankheit oder echte Seuche?” hieß das Motto der Diskussionsrunde, zu der unter anderem der bekannte TV-Koch Tim Mälzer, Facharzt für psychosomatische Medizin Dr. Bernd Sprenger, Gewerkschafterin Leni Breymaier und Arbeitgeber-Anwalt Helmut Naujoks eingeladen waren. Außerdem kam Andreas Biermann, ehemaliger Fußballprofi und jetziger Buchautor des Titels “Rote Karte Depression. …” zu Wort.

Leider konnte der Titel der Sendung nicht ganz halten, was er versprach. Zwar versuchte Hartaberfair-Moderator Frank Plasberg das so genannte Burn-Out-Syndrom von allen Seiten zu beleuchten. Fernsehkoch Tim Mälzer repräsentierte als Burn-Out-Opfer die Seite der Betroffenen, Dr. Bernd Sprenger vertrat die medizinische Sicht und Anwalt Helmut Naujoks sowie ver.di- Chefin Leni Breymeier die Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmerseite. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass das Phänomen Burn-Out sowohl aus medizinischer als auch gesellschaftlicher Sicht nur oberflächlich behandelt wurde. Auch die Abgrenzung zur Krankheit Depression kam zu kurz. (Meinung d. R.)

Burn-Out Definition

Das Burn-Out-Syndrom wird in der Medizin nicht als Krankheit bezeichnet und gilt im allgemeinen als Zustand emotionaler bzw. geistiger Erschöpfung, die mit der Abnahme der persönlichen Leistungsfähigkeit einher geht. Die so genannte “Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme” (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Burn-Out als “Zustand der totalen Erschöpfung” bzw. des “Ausgebranntseins“.

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